Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

Aktuelles / Termine

14. Fachtagung des
Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

(AKGG-FNZ)

06. - 08. November 2008

im Tagungshaus der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart Hohenheim

Anmeldung und Anfahrt


Hier finden Sie das aktuelle

Tagungsprogramm 2008



Die diesjährige Tagung des AKGG-FNZ steht unter dem Oberthema

 GESCHLECHTERKONFLIKTE

Das diesjährige Tagungsthema Geschlechterkonflikte bindet verschiedene Stränge der historischen Geschlechterforschung zusammen und bietet ganz explizit die Möglichkeit, interdisziplinäre Ansätze zu erproben und weiter zu entwickeln.

Ausgehend von der europäischen „querelle des femmes“, die insbesondere in der Literaturgeschichte und der Philosophie eine breitere Forschungsdiskussion ausgelöst hat, aber auch für die Kunst- und Musikgeschichte von Interesse ist, stellt sich die Frage nach der Konflikthaftigkeit von Geschlechterbeziehungen und Geschlechterordnungen in der frühen Neuzeit auch in einer weiteren Perspektive: im Blick auf Ehestreitigkeiten und Familienkonflikte, auf politische Theorie und Praxis oder schließlich auf das weite Feld der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Arbeits- und Alltagsorganisation.

Der Bogen, der diesmal geschlagen werden soll, reicht damit von der Literatur- und Kulturgeschichte bis hin zur Ökonomie und von der politischen Repräsentation bis zum Ehealltag.
Dabei soll es nicht nur um Konflikte zwischen den Geschlechtern (oder über die Geschlechter), sondern durchaus auch um innergeschlechtliche Konfliktlagen (etwa über Generationenbeziehungen, aber auch über soziale und kulturelle Differenzen) gehen. Insbesondere der schon in der „querelle“ gerne genutzte Schauplatz des Gerichts kann dazu dienen, diese verschiedenen Stränge zusammenzubinden.
Zu denken wäre aber auch an die verschiedenen Räume, in denen die „querelle des femmes“ sich entfaltete – neben Höfen und städtischen Gerichten nicht zuletzt auch Universitäten, Theater, Opernhäuser und gesellige Vereinigungen.

Die Tagung wird auch diesmal insbesondere dem "wissenschaftlichen Nachwuchs" eine Plattform zur Präsentation und Diskussion von Forschungsarbeiten bieten. Darüber hinaus wollen wir auch weiterhin methodologisch-theoretische Debatten initiieren oder jedenfalls intensivieren.


PS: Wir weisen darauf hin, dass von der Katholischen Akademie Rottenburg-Stuttgart für ReferentInnen in der Regel keine Reise- und Tagungsgebühren übernommen werden können.



Den Bericht zur Tagung 2007 finden sie hier sowie bei H-Soz-u-Kult.