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Ketten und Reaktionen in der Bundeshauptstadt

Wie weckt man Interesse an physikalischen Phänomenen, an Naturwissenschaft? - Seit Jahren widmet sich Prof. Dr. Lutz Fiesser dieser Frage.

Ende Juli vergangenen Jahres stellte er im hiesigen Audimax ein neues Projekt vor, das im Dezember in der Bundeshauptstadt seinen ersten, vom Publikum hoch gelobten Auftritt hatte. Zwölf mannshohe Türme, gespickt mit einer Unmenge chemischer und physikalischer Phänomene, wurden miteinander verbunden und in Betrieb gesetzt. Eine 20 Minuten dauernde bunte, laute, flammende, rauchende Kettenreaktion war in Gang gesetzt.

Am Beginn stand die Lehrveranstaltung "Physik lehren - praktisch und emotional" von Prof. Dr. Lutz Fiesser, an der 32 Studierende im Sommersemesters 2008 teilnahmen. Die Studierenden standen vor der Aufgabe, Schüler und Erwachsene auf Naturwissenschaften aufmerksam zu machen und sie für die Naturwissenschaften zu begeistern.

So hatten und haben die Reaktionstürme zwei Aufgaben: Zum einen sollen sie beim Publikum, wie erwähnt, das Interesse wecken für die Fächer Physik und Chemie. Zum anderen sollten die Studierenden lernen, wie diese Fächer didaktisch fortschrittlich präsentiert werden können.

Entstanden waren bis Ende Juli zur Generalprobe 16 Türme, in denen eine große Zahl verschiedener Kettenreaktionen aus der Physik und der Chemie untergebracht wurden. Nicht alles verlief reibungslos bei der Generalprobe, bis zur großen Vorstellung am 8. Dezember wurden die Stellen, an denen es hakte, behoben.

An diesem Tag stellten die beteiligten Institutionen in Berlin das MINToring-Projekt vor. Initiiert wurde es von der Stiftung der deutschen Wirtschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und Partnern aus der Wirtschaft. Das Projekt soll angehende Abiturienten zur Aufnahme eines MINT-Studiums (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) motivieren. Es richtet sich also an Schüler; das Programm beginnt zwei Jahre vor dem Abitur, es gibt aber auch eine Begleitung in den ersten Hochschulsemestern.

Die interaktive Versuchsanordnung "Ketten und Reaktionen" von Prof. Dr. Lutz Fiesser und seinen Studierenden war Teil des Festprogramms. Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern, die an dem Festakt teilnahmen, bereiteten die Türme vor, stellten sie in Position, verbanden sie miteinander, erklärten dem gespannten Publikum ihre Schritte und setzten die Türme in Gang, die etwa 20 Minuten lang sauber durchliefen. Am Ende spendete ein begeistertes Publikum einen ebensolchen Applaus.

Das Projekt rund um die Kettenreaktionstürme soll fortgesetzt werden.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an Herrn Prof. Dr. Fiesser (fiesser(at)uni-flensburg.de).

nach oben | 23.02.2009, 14:53 Uhr
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